Themenwoche

Nächste Woche möchte ich zur Themenwoche küren. Das heißt, es gibt dann zu einem Thema jeden Tag ein neues Rezept. Ihr dürft auswählen aus zwei Möglichkeiten. Jede Stimme zählt 🙂

Schmeckt immer!

Es gibt Gerichte, die sind quasi unabhängig von der Saison, weil wir die Zutaten durchs ganze Jahr bekommen. So ist das zum Beispiel mit Rotkohl. Auch wenn es eine ausgesprochene Saison gibt – im Bioladen ist er immer verfügbar.

Roter Rotkohl mit Linsenklößchen

Rotkohl

Klößchen:

  • 35 g Weizen
  • 1 gute Prise Salz
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 125 g gekochte rote Linsen
  • 875 g Wasser zum Kochen

Rotkohl:

  • 100 g Wasser
  • Apfelessig
  • 220 g Rotkohl
  • 75 g Rote Bete
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 gestr. TL Salz
  • 1/4 TL gem. schw. Pfeffer
  • 1 TL Ahornsirup oder Honig

Weizen entweder in einer Getreidemühle oder in einem kleinen Mixer mahlen. Bei diesen Mengen lohnt es nicht, eine Thermo-Küchenmaschine zu verwenden. Mit Salz, Paprika und Linsen zu einem glatten Teig verarbeiten (2 Min./Knetstufe oder Stufe 2-3). Etwa 10-15 Minuten quellen lassen. In dieser Zeit den Rotkohl vorbereiten. Klößchenteig wiegen und 6 gleiche Teile abnehmen.

Jedes Teigstück zu einer Kugel drehen und in den Dampfaufsatz legen. Wasser in den Mischtopf füllen. Dampfaufsatz nach Gebrauchsanweisung auf das Gerät geben und Klößchen garen (25 Min./100-120°C/Stufe 3). Vorsichtig einen Kloß aufschneiden und kontrollieren, ob er gar ist. Sonst nochmals 5 Min. dämpfen.

Flüssigkeiten in einen Schnellkochtopf  geben (Achtung! Manche Schnellkochtöpfe verlangen mehr Flüssigkeit). Rotkohl und Rote Bete raffeln (15 Sek./Stufe 3; 5 Sek./Stufe 5). Gemüse mit dem Lorbeerblatt in den Schnellkochtopf schütten. Reste in der Thermo-Küchenmaschine mit Wasser in ein Sieb ausspülen, ebenfalls hinzufügen. Schnellkochtopf schließen und Gemüse 10 Min. auf Stufe II garen. (Wer keinen Schnellkochtopf hat, muss eine deutlich längere Kochzeit berücksichtigen.)

Mit Salz, Pfeffer und Süßungsmittel abschmecken. Wer mehr Wasser nehmen musste, kann mit etwas Reismehl dicken.

Tiramisu – vegan und fettfrei

Gestern habe ich ein veganes Tiramisu vorgestellt, das noch aus meiner rein tiereiweißfreien Phase stammt. Mittlerweile habe ich mich weiterentwickelt und esse fettfrei/fettreduziert. Als ich nun gestern dieses Rezept vorgestellt hatte, bekam ich plötzlich Lust, eine neue Version auszuprobieren. Ich habe mittlerweile einige Kenntnisse gewonnen, die ich dafür umsetzen konnte. Was soll ich sagen? Das Ergebnis ist einfach toll, es sieht nicht nur phantastisch aus, wie Ihr auf den Fotos sehen könnt, es schmeckt auch noch besser als die Vorversion.

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Gast: „Das sieht aus wie im Restaurant und schmeckt auch so!“. Und das alles ohne die üblichen Ersatz-Krücken wie Tofu und Soyamilch. Sind Stützcreme und gekochte rote Linsen schon im Kühlschrank (bei mir immer!), geht es auch erstaunlich schnell.

Lasst euch vom langen Text nicht abschrecken, die Bilder ziehen es in die Länge 😉 Die Stützcreme ist übrigens ohne Linsen hergestellt (115 g Reis / 50 g Cashewnüsse / 700 g Wasser). Beschrieben ist es für Thermomix, Nutrition Mixer (hier lässt sich Thermomix oder Vitamix nehmen) und Magic Maxx (bzw. Personal Blender).

Das Wochenende steht an – wie wär’s mit einem köstlichen Tiramisu zum Nachtisch?

Tiramisu 2016

Ergibt 6-8 Portionen.

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Lockerer Biskuit

1 Springform 26 cm; Foto zeigt den Teig im Schnitt

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  • 60 g Nackthafer
  • 60 g Dinkel
  • 1/2 TL gem. Vanille
  • 2 geh. TL Weinstein-Backpulver (8 g)
  • 180 g Stützcreme
  • 130 g Agavendicksaft oder Honig
  • 45 g Wasser
  • Kokosöl bzw. Butter für die Form

Hafer im Thermomix mahlen (30 Sek./Stufe 10). Dinkel hinzufügen und zusammen mahlen (1 Min./Stufe 10). Umfüllen.

Stützcreme, Süßungsmittel und Wasser verrühren (10 Sek./Stufe 2; 30 Sek./Stufe 3; 10 Sek./Stufe 4). Getreidemischung einarbeiten (2 x 10 Sek./Stufe 5; zwischendurch mit dem Spatel nach unten schieben). Boden einer Springform einfetten, Teig hineingießen und verteilen. Ofen auf 200°C (Heißluft) vorheizen. Form einschieben, 15 Min. bei 200°C backen und 1 Min. im ausgeschalteten Ofen nachbacken.

Den lauwarmen Kuchen vom Boden lösen und auf Backpapier auskühlen lassen.

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Amaretto-Kaffee-Mischung

  • 3 g (1 EL) Getreidekaffeepulver instant
  • 125 g heißes Wasser
  • 1 bittere Mandel
  • 1 EL Rum (10 g)
  • 1 EL Agavendicksaft (15 g)

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Die Mandel in einem kleinen Mixer mahlen. Flüssigkeiten hinzufügen und nochmals durchmixen. Hier ist der Magic Maxx nicht ersetzbar 🙂 Getreidekaffeepulver im Wasser auflösen, Rum und Agavendicksaft hinzufügen und im Magic verquirlen. Abkühlen lassen.

Mascarpone-Alternative

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  • 250 g Stützcreme
  • 50 g gekochte rote Linsen
  • 50 g Mandelmus (fertig gekauft)
  • 45 g Agavendicksaft oder Honig

Mit dem Nutrition Mixer, hoch stehendes Messer, gut vermischen und kalt stellen. Man kann auch im Thermomix verrühren: 30 Sek./Stufe 3, 20 Sek./Stufe 4.

Zum Bestreuen

  • 1 TL Kakaopulver
  • 1 TL Carobpulver (Rohkostqualität schmeckt mir besser)

Fertigstellung

Boden in etwa 1,5-2 cm breite Streifen schneiden und eine viereckige Form (z.B. eine Lasagneform) damit auslegen. Mit der Hälfte des Amaretto-Kaffees begießen,

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etwa die Hälfte der Mascarpone-Alternative darauf verstreichen.

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Noch eine Teiglage, noch einmal tränken, noch einmal mit Creme bestreichen und im Kühlschrank durch gutziehen lassen. Vor dem Servieren Kakao und Carob mischen, auf das Tiramisu sieben.

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Ich habe eine Lasagneform (die ist aber recht schmal) und zwei kleine Förmchen damit füllen können, das sind 6 Portionen für gute Esser. Ich finde das Tiramisu sehr süß, wer aber Honig statt Agavendicksaft nimmt, hat schon etwa 10% weniger Süße.

Meine Form ist schmal, daher fällt das Tiramisu beim Entnehmen schnell auseinander. Die Mengenverhältnisse waren genau richtig. Auf dem Foto sieht man die „Reste“ – praktisch keine.

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Tiramisu vegan

Das Rezept habe ich für veganen Besuch erarbeitet. Die Ölmenge möchte ich bei Gelegenheit noch reduzieren. Aber die ganze Familie hat mit viel Gusto zugegriffen, es blieb nichts übrig! Und das, obwohl sie alle – Normalesser – wussten, dass dies ein Experiment ist, was normalerweise schon zu Vorurteilen führt 🙂

Tiramisu

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Teig:

  • 50 g Weizen
  • 50 g Dinkel
  • 30 g Soyabohnen (oder weiße Bohnen; Soyabohnen nur die vom Biohof Lex!)
  • 1 Prise Salz
  • 15 g Carobpulver
  • 60 g Kokosraspel
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 100 g grüne Rosinen
  • 125 g Wasser

Weizen, Dinkel und Bohnen mischen und fein mahlen. Mit Salz, Carob, Kokosraspeln und Backpulver (evtl. sieben) mischen. Öl mit Rosinen und Wasser im Vitamix steif schlagen. Den Teig mit einem Rührlöffel gründlich verrühren und ca. 10-15 Min. stehen lassen. Auf einem mit Dauerbackfolie ausgelegtem Backblech mit der Hand zu einem Rechteck von 8-10 mm Höhe auseinanderdrücken. In den kalten Ofen geben und 15 Min. bei 160 °C (Heißluft) backen. Noch heiß in Rechtecke (ca. 3×4 cm) streichen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Der Teig wird für eine Schüssel (13 x 18 cm) nicht ganz benötigt. Reste eignen sich lecker als Kekse.

„Kaffee“:

  • 25 g Nacktgerste
  • 7-8 g Kakaonibs
  • 270 g Wasser
  • 1 kleine Prise Salz

Gerste rösten, bis sie teils poppt und deutlich dunkler ist. Abkühlen lassen und fein mahlen. Mit 50 g Wasser mit dem Schneebesen vermischen, aufkochen und portionsweise 150 g Wasser hinzugeben. Kakaonibs im kleinen Mixer mahlen, unterrühren, aufkochen. Dann 70 g Wasser kalt unterrühren. Wenn Flüssigkeit überbleibt, mit dem Rest Mascarpone im Vitamix verquirlen und als Basis für andere Süßspeisen oder Kakao verwenden. Wem das zu lästig ist, greift zu Getreidekaffee.

„Mascarpone“:

  • 100 g grüne Rosinen
  • 100 g gekochte Soyabohnen (ca. 30-35 g Rohware) (s.o.)
  • 80 g Sonnenblumenöl
  • 30 g Cashewnussmus
  • 50 g Wasser

Zutaten im Vitamix zu einer glatten Creme schlagen.

Die Teigstücke in den noch warmen Kaffee tauchen, die Lasagneform damit auslegen und noch ein paar Teelöffel Flüssigkeit daraufgeben. Knapp die Hälfte der Creme daraufstreichen, mit neuen getauchten Kuchenstücken eng belegen und den Rest der Creme darauf verstreichen.

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In den Kühlschrank stellen und kalt mit Kakaopulver bestreuen.

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Kiwizeit

Derzeit gibt es – zumindest hier in der „bergischen Ecke“ jede Menge Kiwis und auch Mangos im Sonderangebot. Da bietet sich doch ein leckeres Eis aus dem Vitamix an!

Fruchteis mit Kiwi

Rohkost, vegan

  • 1 Banane (90 g netto)
  • 1 Kiwi (85 g brutto)
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 110 g Bananenstücke gefroren
  • 95 g Apfelstücke gefroren
  • 75 g Mango gefroren
  • 100 g Eiswürfel

Banane schälen, mit Kiwi (ungeschält) und Kernen auf langsamer Stufe zerkleinern, dann allmählich bis zur Höchststufe drehen, bis alles cremig ist Die gefrorenen Zutaten hinzugeben und mit dem Stößel zu Eis verarbeiten. Auf dem Foto seht Ihr sehr schön die oft beschriebene „Raute“: Sobald sie zu sehen ist, ist das Eis fertig.

Wer das Eis im Thermomix machen möchte, muss die Eiswürfel zuerst fein mahlen, dann die anderen Zutaten hinzugeben. Und natürlich die Kiwi schälen. Es wird nicht so fein wie in einem Hochleistungsmixer, aber durchaus lecker.

Biskuit ohne Ei, ohne Öl – so soft und herrlich!

Biskuit ohne Ei gibt es schon seit einigen Jahren im Internet zu finden, ich habe ihn in der Vergangenheit auch schon mehrmals gebacken. Aber es hat mich immer gestört, dass Öl in diese Teige kommt. Ein echter Biskuit hat ja den Vorteil, dass es ein fettfreier Kuchen wird.

Unter Anwendung der leicht veränderten Wilkesmannschen Formel (hier) habe ich nun für euch auch eine Formel für das Backen von Biskuit ohne Ei und ohne Öl erarbeitet. Wer ein Abonnement bei mir hat, konnte diesen Teig schon seit einigen Wochen ausprobieren. Meine Abonnenten sind begeistert, eine schrieb „War super lecker. Besuch, Normalköstlerin, war total begeistert.“ Ein größeres Kompliment, als dass ein Kuchen einer Normalesserin schmeckt, gibt es kaum. Der Teig zergeht fast auf der Zunge.

Probiert es aus, macht es nach – aber vergesst mich bitte nicht, wenn Ihr entsprechende Rezepte veröffentlicht 🙂

Wilkesmannsche Formel 2 für Biskuit ohne Eier und ohne Öl

  • Ei = 60 g Standardstützcreme (hier) und 1 EL Wasser
  • Zucker = gleiche Menge Honig oder Ahornsirup minus 10 %
  • Backpulvermenge verdoppeln oder pro Ei ca. 1/2 TL Backpulver
  • Getreide: 1/2 Weizen oder Dinkel
    1/2 Nackthafer, doppelt gemahlen (d.h. in der Mühle gemahlen und dann in einem Mixer nochmals ganz fein gemahlen)

Vorgehen: Nach Ausrechnen der alternativen Zutaten die Flüssigkeiten zuerst mixen, dann die gemischten trockenen Zutaten unterrühren (Thermomix: flüssige Phase 30 Sek./Stufe 3; 30 Sek./Stufe 4; Einrühren der festen Phase: 2 x 10 Sek./Stufe 5; ohne Thermomix: flüssige Phase in einem Mixer durchschlagen, feste Phase mit einem Handrührgerät einrühren).

Wie immer gilt: Dies ist eine Alternative, kein Ersatz. Das heißt, die Backwaren sind sehr lecker, wirklich soft und locker, schmecken vielleicht etwas anders als gewohnt. Und werden – in Gegensatz zu „normalem“ Biskuit – jeden Tag leckerer.

Am Beispiel: Erdbeertorte

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Rezept

Für den Tortenboden:

  • 180 g Standardstützcreme
  • 125 g Agavendicksaft oder 150 g Honig
  • 3 EL Wasser
  • 60 g Dinkel oder Weizen
  • 60 g Nackthafer
  • 1/2 TL gem. Vanille
  • 2 geh. TL Backpulver (8-9 g)
  • Butter oder Kokosöl für die Form

Flüssigphase (30 Sek./Stufe 3, 30 Sek./Stufe 4):
Stützcreme, Dicksaft und Wasser mixen.

Feste Phase (2 x 10 Sek./Stufe 5):
Dinkel fein mahlen. Hafer fein mahlen und z.B. im Nutrition Mixer nochmals 30 Sek. mahlen. Mit Vanille und Backpulver (gesiebt) mischen, zur Flüssigphase geben.

Teig in eine gefettete Tortenform geben und möglichst gleichmäßig verstreichen. Ofen auf 200°C (Heißluft) vorheizen, einschieben und 12 Min. backen, 3 Min. im ausgestellten Backofen nachbacken.

Er löste sich sehr gut aus der gefetteten Keramikform.

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Für das Obst zum Belegen:

  • 125 g Heidelbeeren
  • ca. 250 g Erdbeeren, geputzt

Für den roten Tortenguss:

  • 100 g Erdbeeren
  • 15 g Agavendicksaft oder 20 g Honig (1 EL)
  • 30 g Wasser
  • 1 geh. TL Flohsamenschalen (4 g)

Alle Zutaten z.B. im Magic gut durchmixen. Vor dem Auftragen etwas warten, bis er leicht dicklich ist.

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Nach dem Backen:

Den kalten Boden vom Gitterrost auf eine glatte Fläche ziehen (so eine Unterlage, die drunter bleiben kann). Mit Obst belegen und den Tortenguss mit einem Löffel auftragen. Im Kühlschrank aufbewahren.

 

Eine Alternative auf dem Brot!

Tomatenbutter-Alternative

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  • Etwa 50 g Nussmus
  • 200 g gekochte Kichererbsen
  • 100 g gekochte rote Linsen
  • 190 g Tomaten stückig, aus der Dose
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 gute Prise Pfeffer
  • 40 g Kokosöl

Alle Zutaten in den Thermomix oder eine andere Küchenmaschine geben und zu einer glatten Creme schlagen (Thermomix: 15 Sek./Stufe 8; 1 Min./Stufe 5). In Förmchen füllen; abgekühlte Förmchen im Kühlschrank aufbewahren. Die Butteralternative lässt sich auch sehr gut einfrieren.

Fettgehalt: 12 %.