Reste à la carte

Die Zusammenstellung der Blätter und Kräuter lässt sich erweitern um Radieschen- und Kohlrabiblätter usw., dem ist quasi keine Grenze gesetzt. Im Sommer lassen sich Blätter auch prima so trocknen, ohne zu schimmeln.

Roh-Kräutersalz mit Pfiff

salz

  • Etwa 60 g getrocknete Kräuter, hier:
    18 g Sellerieblätter
    16 g Petersilie
    1 TL Thymian
    16 Lorbeerblätter
    5 g Pfefferminze
  • 2 g Koriandersamen
  • 500 g Meersalz

Alles zusammen im Vitamix (oder Thermomix 1 Min./Stufe 10; für den Magic Maxx wesentlich kleinere Mengen nehmen) fein pulverisieren, angefangen auf der kleinsten Stufe bis zur Höchststufe. In zwei leere Honiggläser füllen.

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Suppen passen auch immer!

Eine der für mich wichtigsten Erfolgsgebiete des Thermomix ist das Kochen von Suppen, herrlich unkompliziert. Es geht auch ohne Pürieren 🙂

Leichte Gemüsesuppe

Hauptspeise für 6 Personen (je zwei Teller) mit etwas Brot; Zubereitung ca. 30 Min (Arbeitszeit 10 Min).

VeggieSoup

  • 1 kleine Zwiebel (35 g netto)
  • 1 große Knoblauchzehe (10 g)
  • 1 mittelgroße Kartoffel (90 g)
  • 1 große Möhre (165 g)
  • 30 g Petersilienwurzel
  • 125 g Sellerie (netto)
  • 100 g Chinakohl
  • 2 EL gelbe oder rote Linsen
  • 1000-1250 g Wasser
  • 2 gestr. Kräutersalz
  • 2 TL Zitronensaft

Gemüse waschen, putzen (Kartoffeln unter fließendem Wasser abbürsten) und ggf. schälen (Zwiebel, Sellerie) In Stücke schneiden und in den Thermomix geben. Salz, Linsen und Wasser hinzugeben. 25 Minuten auf Stufe 2, 100 °C kochen, evtl. auf 90 °C herunterstellen, sobald die Suppe kräftig durchgekocht ist. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Je 6 kleine Suppenkellen ergibt eine Portion zum Einfrieren (wie auf dem Foto gezeigt).

Tipp: Die Wassermenge richtet sich danach, wie „dick“ die Suppe sein soll. Mit 1250 g ist sie im frischen Zustand eher dünn & leicht.

Wie wär’s mit einem …

… Berner Schokoladenkuchen?

Der Kollege und ich haben in den letzten Wochen sage und schreibe fünf Versionen durchgetestet. Die folgende hat den Zuschlag als „bester Berner Schokoladenkuchen 2016“ von uns erhalten. Testet doch mal, ob er euch auch schmeckt 🙂

Berner Schokoladenkuchen IV

26-cm- Springform

Berner

Flüssige Phase (Thermomix 30 Sek./Stufe 3; 30 Sek./Stufe 4):

  • 100 g gekochte rote Linsen
  • 100 g Apfelmark (d.h. Apfelmus ohne alles)
  • 200 g Stützcreme (hier)
  • 250 g Honig (oder alternatives Süßungsmittel)
  • 250 g Schokoladensoße (z.B. hier)
  • 1 EL Rum

Feste Phase (einarbeiten Thermomix: 2 x 10 Sek./Stufe 5):

  • 100 g gemahlene Mandeln (bei mir: Nutrition Mixer)
  • 1/2 P Weinstein-Backpulver (9 g)
  • 15 g Kakaopulver
  • 100 g Weizen, fein gemahlen

Unterziehen (10 Sek./Stufe 4/Linkslauf):

  • 50 g Mandelsplitter

Backofen (Heißluft) auf 160°C vorheizen. Springformboden mit Backpapier überspannen, Teig hineingießen. In den heißen Ofen schieben und 55 Min. bei 160°C backen, 5 Min. im ausgeschalteten Ofen nachbacken, 5 Min. bei offener Tür im Ofen lassen.

Es ist gewollt, dass dieser Kuchen „klitschig“ wirkt. Er ist wie eine große Praline, finden wir. Dank der nahezu fettfreien und komplett tiereiweißfreien Herstellung kann man aber auch ein größeres Stück vertragen 😉

Die Schokoladensoße lässt sich übrigens, wie ich von einer Leserin weiß, auch ohne Mixer einfach im Topf herstellen.

Brötchen lockern das Wochenende auf

So ein Sonntagsbrunch mit frischen Brötchen – da macht es richtig Spaß, noch länger am Tisch zu sitzen und zu klönen!

Gelbweizenbrötchen

gelb

  • 320 g Wasser
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 500 g Gelbweizen
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Leinöl oder anderes Öl nach Geschmack
  • 2-3 EL Mohn oder Sesam

Wasser und Trockenhefe in den Thermomix geben und auf kleiner Stufe 10 Sekunden verrühren.

Weizen mahlen, ca. 7 Esslöffel zum Hefewasser geben und 10 Sekunden auf der Knetstufe verarbeiten, dann 20 Minuten stehen lassen. Restmehl mit Salz vermischen und zusammen mit dem Leinöl in den Thermomix geben, 2 Min 30 Sekunden kneten lassen.

Mit der Hand kurz nacharbeiten, eine Kugel unter Spannung formen und in eine Plastikschüssel geben. Abgedeckt eine Stunde gehen lassen, bis das Teigvolumen sich deutlich vergrößert hat. Noch einmal durchkneten. 3 Teigstücke zu je ca. 280-290 g abwiegen, jeweils zu einer Kugel unter Spannung formen, zwei unter Folie ruhen lassen. Jedes Drittel wieder dritteln (je etwa 92-96 g) und jeweils zu einer Kugel unter Spannung formen. Dann jede einzelne Teigkugel nochmals durchkneten, mit einem Kaiserbrötchenformer eindrücken. Erst in Wasser, dann in Mohn tauchen und nebeneinander auf ein mit Dauerbackfolie ausgelegtes Backblech legen, mit Folie abdecken. 20 Minuten gehen lassen, in dieser Zeit den Backofen auf 250 °C vorheizen, auf dem Boden steht eine feuerfeste Form mit Wasser.

Brötchen mit Wasser einsprühen, in den Ofen schieben. Temperatur auf 200 °C herunterstellen und die Brötchen 20-25 Minuten backen lassen (Klopfprobe machen – wenn man mit dem Finger auf die Unterseite klopft, muss es hohl klingen). Auf ein Gitterrost geben, mit Wasser einsprühen und auskühlen lassen.

Tipp:
Auf der Trockenhefe steht ausdrücklich drauf: „Nicht in Wasser auflösen, sondern direkt mit dem Mehl verarbeiten“. Ich habe aber durchaus positive Erfahrungen damit gemacht, die Trockenhefe vo der weiteren Verarbeitung doch erst in Wasser aufzulösen.

Statt Gelbweizen lässt sich auch jeder andere Weizen nehmen. Gelbweizen gibt dem Gebäck einfach eine schöne Farbe.

Wichtig beim Tauchen in Wasser und Mohn ist, dass man die Brötchen zwischen den beiden Vorgängen nicht dreht.

Immer wieder Freitags

Bei mir gibt es jeden Morgen ein Frischkorngericht, meist mit Flocken, weil der Kollege das bevorzugt. Freitags hat sich eine Besonderheit etabliert: eine Mangocreme zwischen den Flocken und der oberen Obstschicht. Das ist durch die Verwendung von getrockneten Mangostücken nicht ganz im Sinne von Dr. Bruker, der zur großzügigen Verwendung von Rosinen sagte „Das Gericht heißt, Frischkorn-, nicht Trockengericht.“

Nun gut. Einmal in der Woche gönnen wir uns das 😉

Mangocreme

Für 2 Personen

  • 40 g getrocknete Mangoscheiben, in kleinere Stücke gerissen
  • 25-30 g Cashewnüsse
  • 280-300 g Wasser

Im Hochleistungsmixer schlagen, bis die Masse glatt ist, sie ist dann lauwarm. Auf dem Foto lugt die Mangocreme gerade noch am Rand heraus 😉

Die Qualität dieser Creme hängt ganz besonders von den Mangoscheiben ab! Da habe ich mich durch verschiedene Sorten durchprobiert, wirklich leckere Sorten habe ich nur bei zwei Onlineshops gefunden.

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Den gelierenden Effekt der Mangos kann man sich auch bei frischen Mangos oder auch für Puddings zunutze machen.

Wer einen anderen Mixer nimmt, sollte die in Stücke gerissenen Mangoscheiben mit den Cashewnüssen im Wasser einweichen, am besten über Nacht, und dann mixen, bis die Masse cremig ist. Beim Thermomix empfehle ich 1 Minute/Stufe 10.

Rohkostsuppe für heiße Tage

Gerade an heißen Tagen sind Rohkostsuppen ein Gedicht. Hochleistungsmixer und Thermomix sind gute Geräte dafür. Schneller und bei harten Dingen effizienter ist ein Hochleistungsmixer, aber die heutige Suppe wurde vom Gast als gleichwertig bezeichnet – und sie kam ausnahmsweise mal aus dem Thermomix.

Rote Bete-Suppe aus dem TM

1 gute Portion

SuppeTM

Im Thermomix 2 Min./Stufe 10:

  • 115 g Nektarine, ohne Kern (eine)
  • 95 g Rote Bete
  • 50 g Möhre
  • 330 g Wasser
  • 1-2 TL Kokosraspel als Deko obenauf streuen

 

Das wird euer Lieblingskuchen!

Über solche Sätze ärgere ich mich. Das ist so eine Art auf professionellen Kochrezeptseiten, die vorgestellten Dinge anzupreisen: Das wird euer Lieblingskuchen – So einen leckeren Kuchen habt Ihr noch nie gegessen – Den Kuchen will jeder usw. Ich weiß nicht, ob der Kuchen hier euer Lieblingskuchen wird, ob Ihr noch nie einen leckereren Kuchen gegessen habt – ich kann nur sagen: Ich fand ihn total lecker, dasselbe gilt für den Kollegen. Der PC-Techniker aß zwei große Stücke mit Begeisterung und meine Test-Nachbackerin war begeistert. Also wäre es mal eine Überlegung wert, ob Ihr euch dran wagen wollt 🙂 Er enthält relativ viel Nüsse, aber ist ansonsten fettfrei.

Zubereitet habe ich ihn im Thermomix, die „Nachbackerin“ ohne Thermomix. Stützcreme und Pflanzenmilch findet Ihr auf diesem Blog (hier).

Ganz wichtig: Vor dem Anschneiden mindestens 24 Stunden stehen lassen. Er wird jeden Tag besser.

Wupperwellen

9520 Wupperwellen (1)

Teig

Flüssige Phase

  • 250 g Pflanzenmilch mischen mit
  • 200 g Agavendicksaft oder Honig (30 Sek./Stufe 3)

Feste Phase:

  • 300 g Haselnüsse mit
  • 2 bitteren Mandeln fein mahlen (10 Sek./Stufe 8)
  • 250 g Weizen in der Mühle fein mahlen
  • 1 P + 1 TL Weinstein-Backpulver

Mit der flüssigen Phase mischen (2 x 10 Sek./Stufe 5). Eine 26-cm-Springform mit Backpapier überspannen, bis auf 400 g den Teig in der Springform verteilen.

  • 400 g Teig
  • 15 g Agavendicksaft oder Honig
  • 2 EL Rum
  • 30 g Kakaonibs

Mischen (1 x 10 Sek./Stufe 5). Auf dem anderen Teig verteilen.

9520 Wupperwellen (10)

Belag

  • 350 g Sauerkirschen, entsteint
  • 10 g Flohsamenschalen
  • 200 g Standardstützcreme
  • 1/2 TL Vanillepulver
  • 3 EL Agavendicksaft

Sauerkirschen auf dem Teig verteilen, leicht eindrücken. Flohsamenschalen fein mahlen (Nutrition Mixer, flaches Messer). Creme, Vanille und Agavendicksaft hinzufügen, gut verquirlen. Auf den Kirschen gleichmäßig dünn verteilen.

Ofen (Heißlauft) auf 180°C vorheizen. Kuchen einschieben und 55 Min. bei 180°C backen. Mit Schokoguss überziehen.

Beispiel für einen Schokoguss:

In einer Pfanne erhitzen:

  • 50 g Kakaobutter
  • 50 g Agavendicksaft oder Honig

Verrühren miteinander:

  • 100 g Standardstützcreme
  • 10 g Kakao

Sobald Butter und Honig geschmolzen sind, die Kakaocreme mit einem Schneebesen einrühren. Noch warm z.B. auf eine Torte auftragen.