Eure Meinung ist gefragt

Auf diesem Blog stelle ich ausschließlich Rezepte vor, die ich unter Verwendung von Vitamix und Thermomix zubereitet habe. Daher ja auch der Titel des Blogs. Nun gibt es aber auch Rezepte, die ich an anderen Stellen veröffentliche, die ohne einen fixen Mixer sehr lecker gelungen sind. Ich denke da z.B. an die Rezepte der Woche auf meiner Webseite. Sollte ich diese dann hier verlinken oder auch mal etwas besonders Gutes ohne Mixer vorstellen? Oder würde das dem Geiste des Blogs zu sehr widersprechen?

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Wer England kennt,

kennt Lemon Curd. Und wer England liebt, kann auch diesem süßen Aufstrich nicht widerstehen. Das ist nun mal eine Herausforderung, diesen Brotaufstrich in die tiereiweißfreie, fettfreie Vollwertkost zu übertragen. Experiment – gelungen 🙂

Lemon Curd

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1 Honigglas voll

  • 150 g Honig
  • Mit Mikroreibe abgeriebene Schale von 1 kleineren Biozitrone
  • 60 g Zitronensaft (mit Fruchtfleisch)
  • 25 g Zitronenfleisch (das sind Zitronenscheiben ohne Schalen, enthält mehr Weißes als das Fruchtfleisch, das beim Auspressen entsteht)
  • 75 g gekochte rote Linsen
  • 90 g Stützcreme (hier)

Alle Zutaten in den Mischtopf geben und ohne Messbecher reduzieren (15 Min./100°C/Stufe 2). Ein leeres Honigglas und den Deckel mit kochendem Wasser ausspülen und abtrocknen. Lemon Curd nochmals gut mixen (20 Sek./Stufe 10) und in das Glas füllen.

Ist zu Beginn noch sehr flüssig, bekommt dann aber später eine bessere Konsistenz. Schmeckt pur auf Brot oder Sandkuchen (so im Bild unten, da ist er noch warm und nur dickflüssig) oder auch in einem Dessert. Wer es noch etwas fester möchte, gibt 1 gestr. TL Flohsamenschalen mit in den Mischtopf.

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Herrlich erfrischend!

Am Wochenende soll es wieder sommerlich werden. Da passt prima so eine richtig erfrischende Rohkost-Suppe.

Nektarinen-Möhren-Suppe

1-2 Personen

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Im Vitamix zu einer glatten Suppe schlagen:

  • 140 g Nektarine
  • 110 g Möhre
  • 10 g Cashewnussbruch
  • 275 g Wasser

Mein Gast sagte spontan: Boh, das war lecker! Im Thermomix empfehle ich 1-2 Min. auf Stufe 10, dann eventuell kalt stellen.

Was sagt der Tiefkühlschrank?

Wenn Ihr Kirschen eingefroren habt – dann bekommt Ihr heute von mir das passende Rezept. Es geht natürlich auch mit anderem Obst, aber ich finde Kirscheis immer etwas ganz Besonderes, es ist nicht so an der Tagesordnung in der eigenen Küche, wo Banane, Erdbeeren und auch Schokolade eher „die Norm“ sind.

Die Glastellerchen sind übrigens von meinen Großeltern. Es ist das Einzige, was ich von ihren Sachen behalten bzw. genommen habe, da ich nicht so eine große „Verwahrerin“ bin. Sie sind ein schönes Andenken, vielleicht haben sie ja eines Tages antiquarischen Wert. 😉

Kirsch-Eiscreme mit Kokobinen

3-4 Portionen

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  • 1 Aprikose
  • 1 TL Kakaonibs
  • 2-4 TL Kokosraspel
  • 2 reife Bananen, geschält (aus dem Kühlschrank; 225 g)
  • 20 g Kokosmus
  • 330 g tiefgekühlte Süßkirschen

Aprikose fein würfeln und mit den Nibs mischen. 3-4 Glasteller mit Kokosraspeln bestreuen. Bananen in 3-4 Stücke teilen, mit dem Kokosmus in den Mischtopf geben und pürieren (30 Sek./Stufe 2; 15 Sek./Stufe 4). Gefrorene Kirschen hinzufügen und zu einem weichen, cremigen Eis verarbeiten (20 Sek./Stufe 4-5). Mit einem Eisportionierer auf die Teller verteilen, Aprikosen-Kakao-Gemisch an eine Seite legen.

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Das weiche Kokosmus gefriert in kleinen Kügelchen beim Mixen mit den Kirschen. Das funktioniert auch mit Sauerkirschen oder anderem Obst. Ist das zugefügte Obst sehr sauer, kann man einen Teelöffel Honig oder Ahornsirup hinzufügen.

Birnen kommen!

Die ersten neuen Birnen stehen schon bereit. So bietet es sich an, einmal einen leckeren Birnenkuchen zu backen, der Herbst ist nicht mehr weit und damit steht auch die Birnensaison vor unserer Tür. Selbstverständlich eignet sich diese Kuchenbasis auch für andere Obstsorten. Mein Tipp: Belegt ruhig noch dichter mit dem Obst!

Sind Stützcreme und gekochte Linsen vorhanden, geht es sehr schnell. Ich habe immer beides auf Vorrat 🙂

Birnenkuchen fixiflott

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Flüssige Phase (30 Sek./Stufe 4, 30 Sek./Stufe 5):

  • 150 g gekochte rote Linsen
  • 1 Prise gem. Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 325 g Agavendicksaft oder Honig
  • 260 g Stützcreme (hier)
  • 130 g Apfelmark
  • 2 EL Rum
  • 2 EL Wasser
  • 20 g Cashewnussmus *

Feste Phase (2 x 20 Sek./Stufe 5):

  • 1 P Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 4 Gewürznelken, mit dem Getreide vermahlen (oder 1 Msp. gemahlene Nelken)
  • 400 g Dinkel, fein gemahlen
  • 1 TL Zimt
  • 50 g Kakaopulver
  • 40 g gem. Paranüsse (Magic Maxx) *

* Eigentlich 50 g gem. Nüsse; Paranüsse waren ein Fehlgriff, klappt nicht so gut.

Ofen (Heißluft) vorheizen auf 175°C. Backblech mit Backpapier auslegen, Teig darauf verteilen.

  • ca. 1000 g Birnen

Birnen halbieren oder vierteln, Kerngehäuse und Blüte entfernen, mit der Schnittfläche in den Teig drücken.

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In den heißen Ofen schieben und 35 Min. bei 175°C backen, 5 Min. im ausgeschalteten Ofen nachbacken.

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Frühstück belebt den Tag

Das Vollwertler-Frühstück mit rohem Getreide wird mittlerweile häufig imitiert – „imitation is the sincerest form of flattery“, wie der Engländer sagt 😉 Die anderen Ernährungsrichtungen oder auch Diäten meinen dann immer Milch, Joghurt usw. drunter mischen zu müssen, weil wir ja Eiweiß für den Tag brauchen. Ah ja. Geht eben nix über veraltetes Wissen.

Das Frühstück mit dem frischen Korn ist enorm abwechslungsreich. Ich habe mal ein ganzes Buch dazu verfasst – und es wäre mir ein Leichtes, einen Nachfolger zu erstellen, wenn ich das wollte. Kein Frühstück ist wie das andere.

Himbeer-Träumchen

2 Portionen; die Gewichtsangaben sind „netto“, d.h. vorbereitetes Obst.

Himbeer

  • 2 EL Leinsamen
  • 4 EL Nackthafer
  • 2 EL einer Getreidemischung oder Roggen, Weizen, was gerade im Hause ist
  • 125 g Himbeeren
  • 90 g Banane
  • 105 g Apfel
  • 280 g frische Mango
  • Deko: 10 g Kokosmus
  • Deko: 30 g rote Johannisbeeren

Leinsamen mit dem Getreide flocken, auf zwei Schüsselchen verteilen. Das Obst in grobe Stücke teilen und im Hochleistungsmixer pürieren, über das Getreide geben. Dekorieren mit Kokosmus (in die Mitte geben) und Johannisbeeren.

Ein zeitloses Suppenrezept

Champignon-Süßkartoffelsuppe

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Hauptmahlzeit für 1 Person

  • 150 g Champignons
  • 1 Zwiebel (70 g netto)
  • 85 g Süßkartoffel
  • 400 g Wasser
  • 1-2 Prisen gemahlener Cumin
  • 1 gestrichener Teelöffel Kräutersalz
  • 2 EL Nackthafer
  • 2 EL Haselnussöl
  • 3 dünne Scheibchen Süßkartoffel
  • ein kleines Büschel Petersilie

Champignons vom Schmutz freibürsten (nicht waschen), halbieren, Süßkartoffel in Stifte teilen. Zwiebel schälen und hacken (wahlweise im TM zerkleinern: 5 Sek./Stufe 5). Das Gemüse mit dem Wasser in den Mischtopf des Thermomix geben und köcheln (18 Min./100 °C/Stufe 1) Cumin (= Kreuzkümmel) und Salz hinzufügen. (Cumin vorsichtig austesten, ich mag das gerne und fand, ich hatte zu wenig in der Suppe. Das muss ja aber nicht für jeden gelten – Cumin hat einen recht eigenen Geschmack). Hafer fein mahlen und bei laufendem Thermomix einrieseln lassen und nochmals erhitzen (2 Min./100°C/Stufe 2). Nach dem Kochen das Nussöl einrühren lassen. Auf dem Teller mit den Süßkartoffelscheiben und etwas Petersilie dekorieren.