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Lecker Pizza…

Viele Jahre habe ich vegane, später auch sehr fettarme Beläge für Pizzen entwickelt. Sie waren lecker, keine Frage. Aber: Nur Käse schmeckt wie Käse. Dies habe ich gerade erst wieder festgestellt. Umso wichtiger ist es mir für meinen eigenen Sprachgebrauch, niemals von Ersatz zu sprechen. Ersatz gibt es nicht, nur das Original ist original – alles andere sind Alternativen.

Wer aus gesundheitlichen Gründen auf Tiereiweiß verzichten muss oder dies aus ethischen Gründen tun möchte, kann köstliche Alternativen finden. Das finde ich auch völlig okay. Aber zu sagen „Das schmeckt genau wie Käse!“ ist eine Illusion – und dann handelt es sich meist auch noch um Industrieprodukte voller Zusatzstoffe und Aromen.

Sollte ich in meinem Leben irgendwann gezwungen sein, ein bestimmtes Lebensmittel aus meinem Essensplan streichen zu müssen oder zu wollen, hilft mir persönlich diese Erkenntnis weiter, weil ich nicht nach einem Phantom suchen muss.

Pizza Zwiebel-Aubergine

2 kleinere Portionen; Form 24 cm

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  • 1 Pizzateig, siehe unten
  • 100 g Zwiebel, in Ringen
  • 4 Scheiben einer größeren Aubergine (70 g)
  • 40 g Wasser
  • 100 g Tomate, in dünnen Scheiben
  • 1/2 TL getr. italienische Kräuter
  • Salz
  • Roter Pizzabelag (siehe unten)
  • 1 Mozzarella (125 g), in 8 Scheiben
  • 1 TL Öl und Öl für die Form

Teig etwa in Größe der Form auseinanderdrücken und in die gut geölte Form legen, einen Rand hochziehen. Mit Zwiebeln (als Gemüsepfanne mit 20 g Wasser 5 Min.) belegen, die Auberginenscheiben (als Gemüsepfanne mit 20 g Wasser 2 Min.) darauf verteilen  Tomaten auf die Lücken zwischen den Auberginen geben, salzen und mit den Kräutern bestreuen. Den Belag dazwischen tropfen. Die Auberginen mit je zwei Käsescheiben belegen. Öl darauf träufeln.

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In den auf 225°C (Heißluft) vorgeheizten Ofen schieben und 16 Min. backen.

Pizzateig

  • 70 g Wasser
  • 10 g frische Bio-Hefe (1/4 Würfel)
  • 50 g Kamut (oder Weizen)
  • 80 g Weizen
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Koriander
  • 1 EL Sonnenblumenöl (10 g)

Hefe in Wasser und Öl auflösen (1 Min./37°C/Stufe 2). Getreide fein mahlen, mit Salz und Koriander in den Mischtopf geben und kneten (2,5 Min./Knetstufe). Teig zu einer Kugel unter Spannung formen und in einer geschlossenen Pengdose, mit dem Finger eingeölt, aufbewahren. Platzt der Deckel ab, einmal zusammenfalten und erneut gehen lassen.

Roter Belag

Mit einem Teelöffel verrühren:

  • 15 g Tomatenmark
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Kümmel
  • 3 g Ahornsirup oder Honig
  • 15 g Wasser
  • 10 g Apfelessig

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Rohe Möhrensuppe

Rohe Suppen sind immer wieder köstlich. Im März habe ich euch schon eine Möhrencremesuppe, roh, vorgestellt. Heute gibt es eine weitere rohe Möhrensuppe, die besonders schnell geht. Für das Foto hätte ich nicht so lange warten sollen, denn sie verfärbt sich trotz des Zitronensafts rasch.

Schnell-rohe Möhrensuppe

100 % vegane Rohkost
Vorbereitung: Einweichen 8 Stunden; 1 Portion (2 Teller)

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  • 1 EL eingeweichte Sonnenblumenkerne
  • 230 g Möhre, grob vorgeschnitten
  • 1 TL – 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 gestr. TL Kräuter- oder Gemüsesalz in Rohkostqualität
  • 75 g Banane (netto)
  • 300 g Wasser
  • 1 TL Sonnenblumenkerne zur Dekoration

Alle Zutaten bis auf die Deko in den Mischtopf des Thermomix geben und erst nur mit etwas Wasser zerkleinern (1 Min./Stufe 4; 30 Sek./Stufe 6). Das restliche Wasser hinzugeben und nochmals mischen (10 Sek./Stufe 6). Die Suppe verfärbt sich sehr schnell bräunlich.

Auf dem Teller mit ein paar Sonnenblumenkernen dekorieren.

Veganer Hackbraten

Eigentlich mag ich diese Fleisch-Ersatznamen nicht. Mir ist aber nichs Besseres eingefallen, um gleich ganz klar zu sagen, was es hier gibt. Veganer Riesenbratling? 😉

Auf meiner Webseite ist bereits ein „Hackbraten“ Rezept der Woche. Hier stelle ich nun die doppelte Portion mit bestimmten Verfeinerungen vor. Kommentar meines Essensgastes „Best ever! 10 points“.  Die Skala reicht von 1 bis 10 und die 10 wurde in mehreren Jahren bisher nur einmal für eine Süßspeise erreicht.

Dieses Mal habe ich, nach dem Tipp einer Freundin, frische Hefe genommen – da geht die Post richtig ab 😉

Veganer Hackbraten

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  • 125 g gemahlene Kichererbsen (TM 1 Min./Stufe 10)
  • 25 g Buchweizen, fein gemahlen (Mühle) (sollten sein 150 g Kichererbsenmehl, hatte nicht mehr genug)
  • 100 g gemahlene Pekannüsse (Magic Nutrition)
  • 250 g Kartoffeln
  • 2 Knoblauchzehen, abgezogen (8 g)
  • 2 kleine Zwiebeln, abgezogen (75 g)
  • 160 g Standardstützcreme (Rezept hier)
  • 80 g Apfelmark
  • 1 TL Salz
  • 2 Prisen Pfeffer
  • 2 Msp. Chilipulver
  • 2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 geh. TL getr. Thymian
  • 80 g gekochte rote Linsen
  • 25 g Tamari
  • 100 g Nackthafer, gemahlen (Stufe 2/9, Hawos Novum)
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 100 g Wasser
  • Fett für die Form
  • Sesam für die Form

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Kartoffeln waschen, bürsten und in grobe Stücke schneiden. Mit Knoblauch und Zwiebel in den Mischtopf geben und zerkleinern (4 Sek./Stufe 5). Kichererbsenmehl, gemahlene Pekannüsse, Stützcreme, Apfelmark, Hefe, Salz, Pfeffer, Chilipulver, Paprikapulver, Thymian, Wasser, Linsen, Tamari und Hafer zugeben. Hafer im Wasser auflösen, ebenfalls zugeben und alles vermischen (30 Sek./Stufe 3). Evtl. mit dem Spatel nachhelfen. Im Mischtopf 1 Stunde zugedeckt gehen lassen.

Ofen (Heißluft) auf 200°C vorheizen. Kastenform einfetten und mit Sesam ausstreuen. Hackmasse in die Form geben und 45 Min. bei 200°C backen.

Bei uns gab es dazu Bohnen-Paprika-Gemüse in Cremesoße.

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Schokosoße natürlich

Angefangen habe ich mit der Schokosoße im Thermomix, dann das Rezept übertragen (dank des Tipps einer Leserin in Facebook) auf den Vitamix. Beide Versionen habe ich hier vorgestellt. Da nun eine Abonnentin mir erzählt hatte, dass sie die Soße auch erfolgreich mit Dattelmus hergestellt hat, war mein Gedanke: Die natürlichst-mögliche Version muss her 🙂

Ein zweites Mal würde ich übrigens Datteln (obwohl Medjool, also weich) und Kakaonibs einige Stunden im Wasser einweichen.

Schokoladensoße Naturelle

100 % vegan und 100 % vollwertig

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Sorry wegen des Kleckerrandes 😦

  • 185 g Datteln (10 Stück Medjool), entsteint
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Kakaonibs
  • 20 g Carob (Rohkostqualität)
  • 50 g Erdnüsse (Rohkostqualität)
  • 320 g kochendes Wasser

Im Hochleistungsmixer auf der höchsten Stufe laufen lassen, dabei mit dem Stößel nachhelfen, bis sich das Geräusch deutlich anders anhört.

Tiramisu – vegan und fettfrei

Gestern habe ich ein veganes Tiramisu vorgestellt, das noch aus meiner rein tiereiweißfreien Phase stammt. Mittlerweile habe ich mich weiterentwickelt und esse fettfrei/fettreduziert. Als ich nun gestern dieses Rezept vorgestellt hatte, bekam ich plötzlich Lust, eine neue Version auszuprobieren. Ich habe mittlerweile einige Kenntnisse gewonnen, die ich dafür umsetzen konnte. Was soll ich sagen? Das Ergebnis ist einfach toll, es sieht nicht nur phantastisch aus, wie Ihr auf den Fotos sehen könnt, es schmeckt auch noch besser als die Vorversion.

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Gast: „Das sieht aus wie im Restaurant und schmeckt auch so!“. Und das alles ohne die üblichen Ersatz-Krücken wie Tofu und Soyamilch. Sind Stützcreme und gekochte rote Linsen schon im Kühlschrank (bei mir immer!), geht es auch erstaunlich schnell.

Lasst euch vom langen Text nicht abschrecken, die Bilder ziehen es in die Länge 😉 Die Stützcreme ist übrigens ohne Linsen hergestellt (115 g Reis / 50 g Cashewnüsse / 700 g Wasser). Beschrieben ist es für Thermomix, Nutrition Mixer (hier lässt sich Thermomix oder Vitamix nehmen) und Magic Maxx (bzw. Personal Blender).

Das Wochenende steht an – wie wär’s mit einem köstlichen Tiramisu zum Nachtisch?

Tiramisu 2016

Ergibt 6-8 Portionen.

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Lockerer Biskuit

1 Springform 26 cm; Foto zeigt den Teig im Schnitt

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  • 60 g Nackthafer
  • 60 g Dinkel
  • 1/2 TL gem. Vanille
  • 2 geh. TL Weinstein-Backpulver (8 g)
  • 180 g Stützcreme
  • 130 g Agavendicksaft oder Honig
  • 45 g Wasser
  • Kokosöl bzw. Butter für die Form

Hafer im Thermomix mahlen (30 Sek./Stufe 10). Dinkel hinzufügen und zusammen mahlen (1 Min./Stufe 10). Umfüllen.

Stützcreme, Süßungsmittel und Wasser verrühren (10 Sek./Stufe 2; 30 Sek./Stufe 3; 10 Sek./Stufe 4). Getreidemischung einarbeiten (2 x 10 Sek./Stufe 5; zwischendurch mit dem Spatel nach unten schieben). Boden einer Springform einfetten, Teig hineingießen und verteilen. Ofen auf 200°C (Heißluft) vorheizen. Form einschieben, 15 Min. bei 200°C backen und 1 Min. im ausgeschalteten Ofen nachbacken.

Den lauwarmen Kuchen vom Boden lösen und auf Backpapier auskühlen lassen.

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Amaretto-Kaffee-Mischung

  • 3 g (1 EL) Getreidekaffeepulver instant
  • 125 g heißes Wasser
  • 1 bittere Mandel
  • 1 EL Rum (10 g)
  • 1 EL Agavendicksaft (15 g)

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Die Mandel in einem kleinen Mixer mahlen. Flüssigkeiten hinzufügen und nochmals durchmixen. Hier ist der Magic Maxx nicht ersetzbar 🙂 Getreidekaffeepulver im Wasser auflösen, Rum und Agavendicksaft hinzufügen und im Magic verquirlen. Abkühlen lassen.

Mascarpone-Alternative

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  • 250 g Stützcreme
  • 50 g gekochte rote Linsen
  • 50 g Mandelmus (fertig gekauft)
  • 45 g Agavendicksaft oder Honig

Mit dem Nutrition Mixer, hoch stehendes Messer, gut vermischen und kalt stellen. Man kann auch im Thermomix verrühren: 30 Sek./Stufe 3, 20 Sek./Stufe 4.

Zum Bestreuen

  • 1 TL Kakaopulver
  • 1 TL Carobpulver (Rohkostqualität schmeckt mir besser)

Fertigstellung

Boden in etwa 1,5-2 cm breite Streifen schneiden und eine viereckige Form (z.B. eine Lasagneform) damit auslegen. Mit der Hälfte des Amaretto-Kaffees begießen,

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etwa die Hälfte der Mascarpone-Alternative darauf verstreichen.

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Noch eine Teiglage, noch einmal tränken, noch einmal mit Creme bestreichen und im Kühlschrank durch gutziehen lassen. Vor dem Servieren Kakao und Carob mischen, auf das Tiramisu sieben.

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Ich habe eine Lasagneform (die ist aber recht schmal) und zwei kleine Förmchen damit füllen können, das sind 6 Portionen für gute Esser. Ich finde das Tiramisu sehr süß, wer aber Honig statt Agavendicksaft nimmt, hat schon etwa 10% weniger Süße.

Meine Form ist schmal, daher fällt das Tiramisu beim Entnehmen schnell auseinander. Die Mengenverhältnisse waren genau richtig. Auf dem Foto sieht man die „Reste“ – praktisch keine.

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Tiramisu vegan

Das Rezept habe ich für veganen Besuch erarbeitet. Die Ölmenge möchte ich bei Gelegenheit noch reduzieren. Aber die ganze Familie hat mit viel Gusto zugegriffen, es blieb nichts übrig! Und das, obwohl sie alle – Normalesser – wussten, dass dies ein Experiment ist, was normalerweise schon zu Vorurteilen führt 🙂

Tiramisu

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Teig:

  • 50 g Weizen
  • 50 g Dinkel
  • 30 g Soyabohnen (oder weiße Bohnen; Soyabohnen nur die vom Biohof Lex!)
  • 1 Prise Salz
  • 15 g Carobpulver
  • 60 g Kokosraspel
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 100 g grüne Rosinen
  • 125 g Wasser

Weizen, Dinkel und Bohnen mischen und fein mahlen. Mit Salz, Carob, Kokosraspeln und Backpulver (evtl. sieben) mischen. Öl mit Rosinen und Wasser im Vitamix steif schlagen. Den Teig mit einem Rührlöffel gründlich verrühren und ca. 10-15 Min. stehen lassen. Auf einem mit Dauerbackfolie ausgelegtem Backblech mit der Hand zu einem Rechteck von 8-10 mm Höhe auseinanderdrücken. In den kalten Ofen geben und 15 Min. bei 160 °C (Heißluft) backen. Noch heiß in Rechtecke (ca. 3×4 cm) streichen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Der Teig wird für eine Schüssel (13 x 18 cm) nicht ganz benötigt. Reste eignen sich lecker als Kekse.

„Kaffee“:

  • 25 g Nacktgerste
  • 7-8 g Kakaonibs
  • 270 g Wasser
  • 1 kleine Prise Salz

Gerste rösten, bis sie teils poppt und deutlich dunkler ist. Abkühlen lassen und fein mahlen. Mit 50 g Wasser mit dem Schneebesen vermischen, aufkochen und portionsweise 150 g Wasser hinzugeben. Kakaonibs im kleinen Mixer mahlen, unterrühren, aufkochen. Dann 70 g Wasser kalt unterrühren. Wenn Flüssigkeit überbleibt, mit dem Rest Mascarpone im Vitamix verquirlen und als Basis für andere Süßspeisen oder Kakao verwenden. Wem das zu lästig ist, greift zu Getreidekaffee.

„Mascarpone“:

  • 100 g grüne Rosinen
  • 100 g gekochte Soyabohnen (ca. 30-35 g Rohware) (s.o.)
  • 80 g Sonnenblumenöl
  • 30 g Cashewnussmus
  • 50 g Wasser

Zutaten im Vitamix zu einer glatten Creme schlagen.

Die Teigstücke in den noch warmen Kaffee tauchen, die Lasagneform damit auslegen und noch ein paar Teelöffel Flüssigkeit daraufgeben. Knapp die Hälfte der Creme daraufstreichen, mit neuen getauchten Kuchenstücken eng belegen und den Rest der Creme darauf verstreichen.

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In den Kühlschrank stellen und kalt mit Kakaopulver bestreuen.

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Biskuit ohne Ei, ohne Öl – so soft und herrlich!

Biskuit ohne Ei gibt es schon seit einigen Jahren im Internet zu finden, ich habe ihn in der Vergangenheit auch schon mehrmals gebacken. Aber es hat mich immer gestört, dass Öl in diese Teige kommt. Ein echter Biskuit hat ja den Vorteil, dass es ein fettfreier Kuchen wird.

Unter Anwendung der leicht veränderten Wilkesmannschen Formel (hier) habe ich nun für euch auch eine Formel für das Backen von Biskuit ohne Ei und ohne Öl erarbeitet. Wer ein Abonnement bei mir hat, konnte diesen Teig schon seit einigen Wochen ausprobieren. Meine Abonnenten sind begeistert, eine schrieb „War super lecker. Besuch, Normalköstlerin, war total begeistert.“ Ein größeres Kompliment, als dass ein Kuchen einer Normalesserin schmeckt, gibt es kaum. Der Teig zergeht fast auf der Zunge.

Probiert es aus, macht es nach – aber vergesst mich bitte nicht, wenn Ihr entsprechende Rezepte veröffentlicht 🙂

Wilkesmannsche Formel 2 für Biskuit ohne Eier und ohne Öl

  • Ei = 60 g Standardstützcreme (hier) und 1 EL Wasser
  • Zucker = gleiche Menge Honig oder Ahornsirup minus 10 %
  • Backpulvermenge verdoppeln oder pro Ei ca. 1/2 TL Backpulver
  • Getreide: 1/2 Weizen oder Dinkel
    1/2 Nackthafer, doppelt gemahlen (d.h. in der Mühle gemahlen und dann in einem Mixer nochmals ganz fein gemahlen)

Vorgehen: Nach Ausrechnen der alternativen Zutaten die Flüssigkeiten zuerst mixen, dann die gemischten trockenen Zutaten unterrühren (Thermomix: flüssige Phase 30 Sek./Stufe 3; 30 Sek./Stufe 4; Einrühren der festen Phase: 2 x 10 Sek./Stufe 5; ohne Thermomix: flüssige Phase in einem Mixer durchschlagen, feste Phase mit einem Handrührgerät einrühren).

Wie immer gilt: Dies ist eine Alternative, kein Ersatz. Das heißt, die Backwaren sind sehr lecker, wirklich soft und locker, schmecken vielleicht etwas anders als gewohnt. Und werden – in Gegensatz zu „normalem“ Biskuit – jeden Tag leckerer.

Am Beispiel: Erdbeertorte

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Rezept

Für den Tortenboden:

  • 180 g Standardstützcreme
  • 125 g Agavendicksaft oder 150 g Honig
  • 3 EL Wasser
  • 60 g Dinkel oder Weizen
  • 60 g Nackthafer
  • 1/2 TL gem. Vanille
  • 2 geh. TL Backpulver (8-9 g)
  • Butter oder Kokosöl für die Form

Flüssigphase (30 Sek./Stufe 3, 30 Sek./Stufe 4):
Stützcreme, Dicksaft und Wasser mixen.

Feste Phase (2 x 10 Sek./Stufe 5):
Dinkel fein mahlen. Hafer fein mahlen und z.B. im Nutrition Mixer nochmals 30 Sek. mahlen. Mit Vanille und Backpulver (gesiebt) mischen, zur Flüssigphase geben.

Teig in eine gefettete Tortenform geben und möglichst gleichmäßig verstreichen. Ofen auf 200°C (Heißluft) vorheizen, einschieben und 12 Min. backen, 3 Min. im ausgestellten Backofen nachbacken.

Er löste sich sehr gut aus der gefetteten Keramikform.

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Für das Obst zum Belegen:

  • 125 g Heidelbeeren
  • ca. 250 g Erdbeeren, geputzt

Für den roten Tortenguss:

  • 100 g Erdbeeren
  • 15 g Agavendicksaft oder 20 g Honig (1 EL)
  • 30 g Wasser
  • 1 geh. TL Flohsamenschalen (4 g)

Alle Zutaten z.B. im Magic gut durchmixen. Vor dem Auftragen etwas warten, bis er leicht dicklich ist.

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Nach dem Backen:

Den kalten Boden vom Gitterrost auf eine glatte Fläche ziehen (so eine Unterlage, die drunter bleiben kann). Mit Obst belegen und den Tortenguss mit einem Löffel auftragen. Im Kühlschrank aufbewahren.